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Archiv für Juni, 2009

Fotografieren ohne Kodaks Kodachrome

22. Juni 2009 Elmar Keine Kommentare

 Nach Einstellung der Polaroid-Filme erreicht heute eine neue traurige Nachricht die analoge Fotoszene: Kodak stellt die Herstellung des legendären Kodachrome-Films nach 74 Jahren ein.

Der Kodachrome bestach durch eine hohe Schärfe, Feinkörnigkeit sowie lebendige Farben. Zudem war er in Archiven äußerst gut haltbar.

They say all good things in life come to an end. Today we announced that Kodak will retire KODACHROME Film, concluding its 74-year run.

It was a difficult decision, given its rich history. At the end of the day, photographers have told us and showed us they’ve moved on to newer other Kodak films and/or digital. KODACHROME Film currently represents a fraction of one percent of our film sales.

(Quelle: Kodak)

In den vergangenen Jahren wurde Kodachrome von den digitalen Kameras zur winzigen Nische degradiert: Nur noch ein Prozent des Unternehmensumsatzes werden zur Zeit mit dem Verkauf der Filme erzielt – ein Grund für Kodak, den Film vom Markt zu nehmen. Die letzten Lagerbestände von Kodachrome werden wohl im Herbst verkauft sein – danach ist Schluss.

Es gibt aber noch einen würdiges Finale für den Kultfilm: Der Fotojournalist Steve McCurry, der 1985 auf dem Film ein vielbeachtetes Porträt eines afghanischen Flüchtlingsmädchens aufgenommen hat, wurde von Kodak gebeten, die unwiderruflich letzte Kodachrome-Rolle zu belichten.

Weitere Links zu Kodachrome:
Kodak zur Einstellung des Kodachrome: "A Tribute to KODACHROME: A Photography Icon"
Wikipedia
 

 

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Polaroid ist tot – lang lebe Polaroid

21. Juni 2009 Elmar Keine Kommentare

Gute Nachrichten für Polaroid-Fans: Nachdem die Produktion von Sofortbild-Filmen am 17. Juni 2008 mit dem letzten Polaroid-Film T600 im niederländischen Werk Enschede eingestellt worden war, hat Florian Kaps das stillgelegte Polaroid Werk in den Niederlanden aufgekauft um dort wieder zu produzieren. Die neue Firma trägt den aussagekräftigen Namen "Impossible b.v.". Plan ist, bis Ende dieses Jahres ein neues Verfahren zur Herstellung von Sofortbild-Filmen entwickeln, denn es soll keine alte Produktionslinie fortgeführt werden.

Im kommenden Jahr will Impossible b.v. bereits mit der Produktion von einer Million Filmen starten, Ziel sind aber 10 Millionen Filme pro Jahr.

Die Geschichte Polaroids beginnt in den 1920ern. Am Harvard College beschäftigt sich der Edwin H. Land mit polarisiertem Licht. Er entwickelt synthetischen Folien zum Polarisieren von Licht und stellt die Erfindung schließlich am 8. Februar 1932 der Öffentlichkeit vor. Diese Entdeckung ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen, zum Beispiel kann man damit dreidimensionale Fotos und Filme herstellen. 1937 gründet Edwin H. Land dann die Polaroid Corporation.


Edwin H. Land zieht das Zwischennegativ von einem
großformatigen Polaroid-Trennbildfilm ab
(Quelle: Polaroid Corporation)

Der Legende nach soll es Lands Tochter gewesen sein, die 1943 den Anstoß zu der Entwicklung gab. Die Polaroid-Kamera wurde angeblich nur konstruiert, weil die Tochter des Physikers nicht mehr abwarten wollte, bis Schnappschüsse aus dem Urlaub im Fotolabor entwickelt waren. Darauf hin entwickelt Edwin H. Land ein einstufiges Verfahren zur Entwicklung von Fotofilm, das innerhalb einer Minute fertige Bilder produziert.

Land soll diese Erfindung zuerst Kodak angeboten haben, die aber dankend ablehnten – ein milliardenschwerer Irrtum, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. In den 80er-Jahren unternahm Kodak dann einen eigenen Anlauf bei der Sofortbildfotografie, aber durch den guten Patentschutz war dieser Vorstoß nicht von Erfolg gekrönt.

Land verbessert kontinuierlich Filme und Kameras. Immer neue Modelle seiner Polaroid werden produktionsreif und erobern auch die professionelle Fotografie, zum Beispiel als Polaroidaufsätze bei Mittel- und Großbildkameras für Lichtproben.

Im Jahr 1972 perfektioniert Land seine Idee weiter, indem sein Funktionsprinzip sogar nun ohne Negativ auskommt. Damt ist der Durchbruch komplett geschafft. Die erste Kamera, die so funktioniert, ist die SX-70.


Polaroid SX-70 (Quelle: unbekannt)

Der Erfolg von Polaroid geht weiter. 1986 macht das Unternehmen bereits stolze 1,6 Milliarden US-Dollar Umsatz mit ca. 150 000 Mitarbeitern.


(Quelle: toni & zoe, www.flickr.com/people/toniraquel_edbopp)

Land bindet viele große Künstler an sein Unternehmen, finanziert Ausstellungen und Museen. Namhafte Fotografen experimentierten mit der Sofortbildtechnik und ihren verschiedenen Materialien, woraus die Polaroid Collection entstand, eine Kunstsammlung, die zuletzt rund 22.000 Werke von über 1000 Fotografen enthielt, darunter Ansel Adams, Andy Warhol, Helmut Newton, David Hockney oder William Wegman.

1991 verstirbt Land.

Mit dem Siegeszug von Digitalkameras Ende der 90er Jahre verliert die Sofortbildfotografie an Bedeutung. Das veranlasst das Unternehmen Polaroid zu einem folgenreichen Schritt: Es stoppt die Produktion seiner Instantfilme 2008. 60 Jahre lang wurde mit Polaroid-Kameras das Lebensgefühl von Menschen auf der ganzen Welt eingefangen. Es bleibt zu hoffen dass die Legende Polaroid durch den mutigen Schritt von Florian Kaps weiterlebt.

Poloroid ist tot – lang lebe Polaroid.

 

Hier noch einige Links zum Thema Polaroid:
Polaroid – the impossible project
Polapremium.com

 

Boris Bärmichl in aktueller Photoshop-Zeitschrift DOCMA #29

16. Juni 2009 Elmar 1 Kommentar

In der aktuelle Ausgabe der Photoshopzeitschrift DOCMA (Ausgabe 29) ist ein mehrseitigen Artikel zum Thema Beautyfotografie eines Studiokollegen der Lichtschmiede München veröffentlicht. Boris Bärmichl ist Berufsfotograf und gibt in dem Artikel Einblick in seine Arbeitsweise und in sein Portfolio. Der Beitrag ist sehr interessant geschrieben und erklärt neben der Entstehung einiger Bilder auch die Wirkungsweise von einigen für die Beautyfotografie wichtigen Lichtformern. Anschauen lohnt sich. Das Magazin kostet 9,90€ (D).

 

Mehr Infos und Bilder Boris Bärmichl könnt Ihr auf seiner Homepage, in der Studiocommunity oder in der Model-Kartei finden.

Weitere Themen der Ausgabe:

  • Glas freistellen Tricks zur Montage transparenter Objekte
  • Lichtstrahlen Mit einfachen Mitteln zu eindrucksvollem Licht
  • Microstock Mit den eigenen Bildern Geld verdienen
  • Plus 61 Seiten Workshops

Helmut Newton-Ausstellung “Sumo” in Berlin

6. Juni 2009 Elmar Keine Kommentare

Ich muss ja gestehen, dass ich ein absoluter Fan von Helmut Newton und seinen Bildern bin. Die Bilder faszinieren, inspirieren und regen zum Diskutieren an. Sie sind provokant aber doch ästhetisch. Es sind genau kalkulierten Bildinszenierungen, die bewusst mit der Fantasie der Betrachter spielen.

Das Buch "Sumo" ist eines der spektakulärsten Bücher der letzten Jahre und eine Hommage an den einflussreichsten, aufregendsten und meist diskutierten Fotografen unseres Jahrhunderts. Herausgegeben im Jahre 1999 wiegt das Buch nämlich stolze 30 Kilo bei einem einem Format von 50 x 70 cm und 480 Seiten. Es wurde mit einem eigens von Designer Philippe Starck entworfenen Leseständer verkauft.

Die weltweit auf 10.000 limitierten, numerierten und vom Künstler signierten Exemplare wechselten nach der Herausgabe schnell den Besitzer und haben inzwischen Kultstatus. Wenn man heute noch ein Exempar ergattern möchte, muss man mit 10.000 Euro oder auch mehr rechnen (Originalpreis war 1.000 DM).

SUMO zeigt eine breite Auswahl aus Newton’s facettenreichem Werk: Von seinen Modeaufnahmen bis hin zu Celebrity-Portraits sind die Höhepunkte seiner beispiellosen Fotografenkarriere enthalten.

Jetzt werden die fast 400 Bilder aus dem Band auch in einer Ausstellung präsentiert – vom 4. Mai 2009 bis zum 31. Januar 2010 im Berliner Museum für Fotografie. Die Ausstellung zeigt auch Werke von Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis, die ihre Karriere als Assistenten von Newton begannen und heute zu den begehrtesten Modefotografen gehören.

Also ich werde mir die Ausstellung auf jeden Fall ansehen. So eine Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen.

Nebenbei bemerkt soll der "kleine Bruder" des Original-Bandes voraussichtlich im September diesen Jahres im Taschen-Verlag, der auch das große Buch herausgebracht hat, erscheinen und ca. 100 Euro kosten.

 Weitere Infos auf der Homepage von Helmut Newton.

 

Ausstellung
Helmut Newton "Sumo"
4. Juni 2009 bis 31. Januar 2010
Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr

 

Blog-Update: Jetzt mit iPhone noch besser lesbar

4. Juni 2009 Elmar Keine Kommentare

Ich habe bereits ein kleines Update des Blogs durchgeführt und das Plugin WPtouch installiert. Damit wird der Blog nun auch auf dem iPhone sehr gut lesbar und sieht dann so aus:

Ich hoffe es gefällt und erleichtert Euch das regelmäßige Lesen.

Ich wünsche Euch viel Spass …

 

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