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Archiv für die Kategorie ‘Fotografie’

Krolop&Gerst-DVD-Training “LET´S BOUNCE”

13. April 2010 Elmar Keine Kommentare

 Jetzt halte ich sie endlich in der Hand: Die erste Blog-DVD von Martin Krolop und Marc Gerst mit dem Thema "Let´s Bounce"

Wer sie noch nicht Kennt: Martin Krolop und Marc Gerst sind Profi-Fotografen und besitzen inzwischen eine große Fangemeinde, die deren zahlreiche Beiträge bei Foto-TV, dem eigenen Krolop&Gerst-Blog und bei Video2Brain regelmäßig verfolgten. Marc Gerst und Martin Krolop arbeiten erste wenige Jahre als ein Team, sind aber schon in der Branche bekannt wie ein bunter Hund – und das aus gutem Grund. Beide harmonieren hervorragend zusammen. Ihre Devise: "Keine Geheimnisse". Hier kann man einen tiefen Blick hinter die Kulissen werfen und auch noch viele neue Tipps&Tricks lernen.

Ich habe beide bei einem Workshop in der Lichtschmiede München kennengelernt und muss sagen, dass ihre Art der Wissensvermittlung besonders ist. Es macht einfach Spaß zuzuhören, zu folgen und dann das gelernte umzusetzen. Aus diesem Grunde musste ich auch die DVD sofort kaufen.

Viele Themen zu speziellen Lichtsituationen werden auf dem schon angesprochenen Blog abgehandelt und erklärt – auch mit vielen Videos. Und hier schließt die Blog-DVD von Martin Krolop und Marc Gerst an. Das Thema ist "Let´s bounce" was so viel wie Lichtführung mit Reflektoren bedeutet. Während das Blog die Themen breit fächert ist die DVD eher in die Tiefe ausgerichtet. Noch nie wurde ein Thema wie Lichtführung mit Reflektoren so intensiv betrachtet und erklärt wie auf dieser DVD. Es fängt bei Grundlagen an und hört bei Profitipps auf. Aber dazu gleich noch mehr.

Die DVD ist mit knapp 4 Stunden Laufzeit und 39 brandneuen Videos, die extra für die DVD erstellt wurden, vollgefüllt. Jedes Video läuft zwischen 3 und 10 Minuten und widmet sich einem besonderen Problem oder Setup im Detail. Die Videos sind mit dem PC zu betrachten (ein Ansehen am TV funktioniert nicht). iPod- und iPhone-Nutzer finden alle Videos nochmal speziell konvertiert für die mobilen Apple-Freaks vor.

Die DVD ist in vier Kategorien eingeteilt: "First Steps" (5 Videos) behandelt Themen von Kameraeinstellungen über die Art und Weise den Reflektor zu halten (ja, auch hier kann man viel falsch machen!) bis Bespannungsarten. In "Special Videos" (5 Videos) geht es um das California Sunbounce System, in "Basic Tutorials" (15 Videos) werden grundsätzliche Techniken und einfache Szenarien dargestellt, in dem letzen Themenbereich "Advanced Tutorials" (14 Videos) geht es um komplexere Aufbauten und Einsatzmöglichkeiten.

Wie man sieht baut die DVD von den Grundlagen her auf. Wer die Grundlagen schon kennt wird auch bei den Advanced-Kapiteln viele spannende Sachen finden, die man auch für seine Fotografie verwenden kann. Es ist also eine DVD für den Anfänger wie für den Profi gleichermaßen. Und ganz wichtig: Die Sachen, die man dort sieht, können auch einfach selber umgesetzt und angewendet werden. Man muss nicht erst Ausrüstung für 10.000de Euro dazu kaufen – ich finde das ist echt extrem viel wert.

Die technische Qualität der DVD ist klasse. Aufgenommen wurden die Videos wohl mit zwei 5DMarkII Kameras, zumindest sieht man das in den Making Ofs auf dem Weblog von Krolop&Gerst. Selbst professionelle Hersteller von Trainings-DVDs und Online-Trainings wie video2brain und FotoTV können sich da noch eine Scheibe abschneiden. Neben der inhaltlichen Qualität kann also die DVD auch hier punkten.

Noch eine Anmerkung: Obwohl das System von California Sunbounce eingesetzt wird sind viele Sachen auch mit anderen Reflektoren zu realisieren. Das Besitzen eines California Sunbounce-Reflektors ist keine Voraussetzung für den Einsatz der dort angesprochenen Tipps und Vorgehensweisen. Mit anderen Reflektoren lassen sich diese auch anwenden. Trotzdem zählt das California Sunbounce-System zu dem besten in der Branche und daher ist es verständlich, dass dieses auch für die Videos herhalten musste.

 

 

Erhältlich ist die DVD ausschließlich über den Weblog von Martin Krolop. Der Preis ist 35 Euro, zurzeit gilt aber der reduzierte Einführungspreis von 30 Euro – sogar schon inkl. Verpackung und Versand. Da heißt es schnell zu sein, denn ein Einführungspreis ist ja i.d.R. eine befristete Sache. Zudem kommt, dass die DVD auf 500 Exemplare limitiert ist.

Ich habe mir die DVD komplett angesehen und muss sagen, von mir bekommt die DVD fünf Sterne, denn für den Preis ist sie wirklich geschenkt. Selten ist Wissen so komprimiert und günstig zu bekommen. Wer die DVD verpasst ist selber schuld.

 

Link-Tipps: Nikon

8. Februar 2010 Elmar 1 Kommentar

Heute gibt es einige interessante Links zum Thema Nikon-Kameras. Ich hoffe es ist auch einiges an neuen interessanten Seiten für Euch dabei:

Photozone
Sehr ausführliche Objektivtests fast aller gängigen Nikon-Objektive. Vor dem Neukauf lohnt es sich auf jeden fall dort vorbeizuschauen und zu vergleichen.

 

Nikon-/Nikkor-Club-Deuschland e. V.
Der Nikon-Club Deutschland e.V. ist der Mitgliedsstärkste offiziell eingetragene Verein von Nikon Fans. Gegründet wurde der Verein bereits 1983 in meiner Heimatstadt Gladbeck mitten im Ruhrgebiet. Die Mitglieder sind verteilt über ganz Deutschland, die meisten Mitglieder wohnen aber verständlicherwiese in Nordrhein-Westfalen. Regelmäßig findet in Gladbeck deshalb auch eine der größten Fotobörsen in Europa statt.

 

 

 

Nikon-Rumors

DIE Seite wenn es um Gerüchte geht, welche Kameras oder Objektive auf dem Markt erscheinen, welche eingestellt werden und was sonst noch so geheimes rund um Nikon passiert. Nicht alles ist wahr, aber das weiss man ja auch. Es macht jedenfalls Spass, regelmäßig vorbeizuschauen.

 

 

 

NikonWatch

Eine andere Seite, die sich intensiv mit Nikon-Gerüchten befasst. Aber es gibt auch skuriles zu sehen wie ein großflächiges Nikon-Tatoo auf dem Oberarm eines Nikon-Fans.

 

 

 

Nikon-Fotografie-Forum

Sehr gutes deutschsprachiges Nikon-Forum mit einer guten Gebrauchtbörse zum An- und Verkauf. Die geringe Gebühr für die Nutzung lohnt sich auf alle Fälle.

 

 

 

Nikon-Point

Deutschsprachiges Nikon-Forum, dass ich persönlich leider viel zu wenig nutze. Neben den Niko-Fotografie-Forum das zweite große reine Nikon-Forum.

 

 

 

Wer von Euch sonst noch weitere interessante Nikon-Seiten kennt, der kann die Seiten über die Kommentarfunktion einfach ergänzen.

 

 

Das Photoshop- und Fotografie-Highlight: TION2010

31. Januar 2010 Elmar Keine Kommentare

 

An dieser Stelle möchte ich auf ein Photoshop-Event der Extraklasse hinweisen: Am 24. und 25. April 2010 findet im Kölner E-Werk die TION2010 statt und. Das Event wird von keinem geringeren veranstaltet als Calvin Hollywood und das in Zusammenarbeit mit Video2Brain. Das bedeutet viele interessante Referenten und viele interessante Vorträge.

Die Referentenliste list sich dementsprechend, die erfahrendsten Photoshop- und Fotografie-Professionals geben sich die Klinke in die Hand: Uli Staiger, Tom Krieger, Michel Mayerle, Calvin Hollywood, Marius Schwieg, Krolop&Gerst und noch viele weitere mehr. Ein ganzes Wochenende lang wird in über 30 Vorträgen Insiderwissen zu Technik und Gestaltung, zum Umgang mit Photoshop, zu Lichtführung, zu fotografischen Mitteln und zu Workflows und Arbeitsweisen vermittelt.

Um Kontakt zwischen den Besuchern und den Referenten zu ermöglichen, werden spezielle Meetingpoints eingerichtet. Hier können Besucher Fragen zu Vorträgen loswerden oder auch nur einfach so mit den Referenten fachsimpeln. Näher kommt man sonst nirgends an die Profis ran.

Die ersten 100 Tickets zum Frühbucherpreis waren direkt nach wenigen Tagen verkauft. Die nächsten 300 Tickets kosten 179 Euro, danach müssen 199 Euro bezahlt werden. Bei 600 Teilnehmern ist Schluss.

Ich glaube, für den aufgerufenen Preis zwei Tage volles Programm in der Qualität ist wirklich eine klasse Sache! Das gibt es kein zweites mal in Deutschland, geschweige denn woanders. Die TION2010 wird das Highlight des Jahres und ist ein Muss für jeden Fotografen und Photoshopper. Wer das verpasst ist selber Schuld.

Offizielle Infos bekommt Ihr auf der TION2010-Homepage.

 

 

video2brain Trainings im Abo

4. November 2009 Elmar Comments off

Weiterbildung jeglicher Art ist ein muss, ob in der Fotografie, Bildbearbeitung oder auch bei normalen Dingen wie Office oder Betriebsystemen. Hier im Blog habe ich ja auch schon das eine oder andere Trainingsvideo vorgestellt. Den Grazern von video2brain ist jetzt etwas Neues eingefallen, was ich Euch nicht vorenthalten möchte: video2brain gibt es geht ab sofort auch im Abo!

Der Zugang für das Standard-(Online-)Abo kostet 198,00 Euro für ALLE Videos, egal was, egal wieviele. Das Premiumabo ist für 298,00 Euro erhältlich und umfasst den online-Umfang des Standard-Abos und bieter zusätzlich den Download der Video-Trainings und deren Rohmaterialien. Unfassbar. Das Abonnement ist ein Jahr gültig. Empfehlenswert ist sicherlich die Premiumversion, da man dann die Videos immer und überall verfügbar hat.

Der auf den ersten Blick vielleicht hoch erscheinende Preis relativiert sich schnell, wenn man betrachtet was man bekommt: Aktuell stehen dem Abonnenten über 340 videobasierte Seminare mit mehr als 20.000 Videolektionen im Wert von mehr als 10.000 Euro zur Verfügung und es kommen mehrmals im Monat akutelle Inhalte dazu.Zudem dürfte sich das Abo für viele Käufer auch absetzen lassen, selbst wenn man nicht im Bereich Foto tätig ist, denn es werden ja auch Trainings zu Betriebsystemen, Office und diversen anderen Programmen angeboten. In meinen Augen ist der Preis mehr als sehr fair.

Ich denke, so ein Abo ist vielleicht auch ein schönes Weihnachtsgeschenk für den einen der anderen von Euch. Für mich ist es das jedenfalls. Schaut es Euch einfach mal an.

Hier noch der direkte Link zur video2brain-Abo-Infoseite.

 

Giorgetto Giugiaro – Vom BMW M1 zur Nikon D3x

31. Oktober 2009 Elmar 1 Kommentar

Giorgetto Giugiaro, italienischer Stardesigner, inzwischen 71 Jahre alt, und Gründer der bekannten Designfirma Italdesign, ist berühmt für viele außergewöhnliche Automobildesigns der letzten Jahre: BMW M1, Alfa Romeo Alfasud und 159, Maserati 3200GT, Lotus Esprit, Saab 9000, VW Golf I, Scirocco I und Passat I, Fiat Panda und Punto – die Liste ließe sich endlos weiterführen und jeder kennt und liebt diese Automobildesigns.


BMW M1. Design von Giorgetto Giugiaro (Foto: BMW)

Was hat das aber ein berühmter Automobildesigner in einem Blog über Fotografie zu suchen? Oder anders gefragt: Was haben ein BMW M1 und die Nikon D3 gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, oder vielleicht doch?

Was die wenigsten wissen: Nikon arbeitet seit fast 30 Jahren ebenfalls intensiv mit Giorgetto Giugiaro zusammen und er entwirft für Nikon Kameragehäusedesigns. Unter anderem stammt das Design der Modelle Nikon F3, F4, F5, F6 aus seiner Feder, aber auch das der zur Zeit aktuellen Modelle Nikon D3 und D3x.


Nikon D3x. Design von Giorgetto Giugiaro (Foto: Nikon)

Auf der Nikon-Seite liest sich das dann so:

Nach Ansicht von Nikon gehen Schönheit und Leistung Hand in Hand. Aus diesem Grund arbeitet Nikon seit 1980 mit dem legendären italienischen Industrie-Designer Giorgetto Giugiaro zusammen. Sein Ansatz für das Design der D3 und D3X war einfach, aber tiefgreifend.

Auf der Grundlage gestalterischer Themen schuf Giugiaro das neue Aussehen der D3 und D3X im Glauben daran, dass die Kamera eine für jeden erkennbare Form und einen ebensolchen Nutzen haben sollte. Kontinuität war von großer Bedeutung, sodass die D3 und D3X im Hinblick auf Vergangenheit und Zukunft gestaltet wurde.

 

Wie auch immer. Ich glaube man sieht den Kameras das außergewöhnliche und moderne Design an, das sich angenehm von den diversen Wettbewerber abhebt. Als Kunde merkt man schon beim Anfassen, wie Nikon mit Liebe zum Detail an die Sache herangeht. Und wenn man jetzt noch weiss, welcher berühmte Kopf dafür verantwortlich ist – das macht das Design und damit die Kamera gleich nochmal schöner.

Weitere Infos zu dem Design der D3/D3x und zu Giorgetto Giugiaro gibt es hier:

Nikon Information über das D3/D3x-Design
Interview mit Giorgetto Giugiaro
Giorgetto Giugiaro verantwortet Design von NIKON D3/D3X im Blog von Robert Krappel

 

Belichtungsmesser – was soll man da nehmen?

30. Oktober 2009 Elmar Keine Kommentare

Nachdem immer wieder Fragen auftauchen, welcher Belichtungsmesser gut ist und welchen man kaufen soll, möchte ich das Thema nun aufgreifen. Zunächst einmal verdienen alle, die Fragen, Respekt. Die haben sich nämlich mit dem Thema Belichtungsmessung auseinandergesetzt. Nichts ist unprofessioneller als die Belichtung über den Monitor an der Kamera, der nicht geeicht ist oder das Histogramm zu messen. Das mag in einzelnen einfachen Situationen vielleicht noch funktionieren, aber bei komplexen Lichtsituationen funktioniert das garantiert nicht mehr. Daher meine Empfehlung: Immer mit Belichtungsmesser, egal welchen!

Nachfolgende Empfehlungen für Belichtungsmesser basieren auf meinen Erfahrungen und sind natürlich subjektiv und dürfen nicht als das alleinig richtige angesehen werden. Wie so oft gibt es auch hier persönliche Vorlieben und Geschmäcker.

Hier nun meine Empfehlungen zu Belichtungsmessern:

Kenko KFM-1100:

Kostenpunkt ca. 250€. Tolles Gerät und nach meiner Meinung deutlich den billigen Belichtungsmessern für knapp 200 Euro überlegen. Das Gerät ist baugleich mit den ehemaligen Minolta-Belichtungsmessern, da Kenko die Sparte übernommen hat. Ich glaube sogar mal gehört zu haben, dass Kenko sogar die Minolta-Geräte eicht und repariert. Mein
Preis-/Leistungs-Tipp

oder das Flagschiff Sekonic L-758D:

Ein tolles Gerät mit vielen durchdachten Funktionen. Es kann mehr als man i.d.R. braucht. Das schlägt sich auch im Preis nieder: Listenpreis in Deutschland ca. 600€. Normalerweise ist so ein Gerät für Profis, die dann den Preis auch zahlen können.Auf Grund der Funktionsvielfalt und der vielen durchdachten Lösungen wie der einziehbaren Kalotte erhält der L-758D meine
Profi-Kaufempfehlung

Tipp!
Ich habe meinen L-758D von DigitalRev über ebay gekauft, direkt aus HongKong. Samstag bestellt und am folgenden Donnerstag mit Verzollung über FedEx bei mir. Alles perfekt gelaufen und inkl. Zoll und Steuern liegt der L-758D dann bei ca. 450€ (hängt stark vom Wechselkurs ab). Ich kann daher DigitalRev nur empfehlen.Bei DigitalRev sind auch kleinere Sekonics, z.B. der Sekonik L-358 zu bekommen – einfach mal nachsehen. Die dürften dann um die 250€ bis 300€ liegen. Direkt in Deutschland liegen die Preise zwischen 400€ und 480€. Auch eine gute Alternative zum billigen Belichtungsmesser, denn die Belichtungssmesser von Sekonic sind alle empfehlenswert, egal welches Modell. Ob ein Import, der durchaus ein Risiko bedeutet (Garantieabwicklung, Versand etc.) muss jeder für sich selber ausmachen.

Die o.g. Belichtungsmesser funktionieren natürlich im Studio (Blitzlicht) und draußen (Umgebungslicht) oder in Kombination. Der Sekonic kann sogar anzeigen, wie das Licht prozentual verteilt ist (Umgebunslicht/Blitz).

Es gibt noch weitere Hersteller wie Gossen oder Vertriebe wie Calumet oder Walimex, die Belichtungsmesser unter deren Label verkaufen. Hierzu fehlen mir aber die Praxis-Erfahrungen. Preislich liegen diese ungefähr auch da, wo Kenko und die kleinen Sekonics liegen.

Hersteller-Links:

 

Das Flash2Softbox-System – ein Erfahrungsbericht (Teil 2)

10. Oktober 2009 Elmar 6 Kommentare

 

Softboxen
Geordert habe ich mir die 40x40cm Softbox, da man mit ihr recht mobil und unauffällig gegen Windböen ist: Die Softbox wird in einer kleinen Tasche geliefert, gut zusammengepackt und bereit für den Transport.

In der Tasche befinden sind insgesamt acht Teile: Softbox-Außenhülle, Einsatz-Diffusor, Außendiffusor, Speedring und vier Spannstäbe aus Metall. Der erste Zusammenbau war weniger einfach als gedacht. Es werden zwar keine zwei Personen benötigt (ich habe es alleine geschafft) aber man sollte etwas Zeit und Ruhe mitbringen.

Zunächst wird der Speedring durch die Aussenhülle gesteckt und so ausgerichtet, dass die Löcher für die Spannstäbe mit den Nähten der Softbox fluchten. Danach werden die Spannstäbe eingesetzt. Das ist der absolut schwierigste und frustrierendste Teil, wenn die Stäbe durch die Spannung den Ring immer wieder durch das Loch nach außen drücken. Hat man es aber geschafft, dann ist man fast fertig. Nur noch den Innendiffusor mit den Klettverschlüssen montieren und den Außendiffusor aufziehen. Fertig. So wie Mike Krüger mal gesungen hat muss man "einfach den Nippel durch die Lasche ziehen". Gewusst wie und beim zweiten und dritten Mal geht es schon einfacher.

 

Wem die Aufbauarbeit zu nervig ist, empfehle ich die Fiberglasstäbe von Sambesi separat zu ordern. Hierdurch wird der Aufbau vergleichbar kinderleicht, da diese stabil und trotzdem biegsamer sind als die Metallstäbe – es lohnt sich.

Die Box ist recht leicht und stabil und macht einen für den Preis guten Eindruck. Die Ergebnisse sind ebenfalls ansprechend. Insofern kann ich die Box zu dem F2S-Adapter ruhigen Gewissens empfehlen.

Die Makrosoftbox 40cmx40cm kostet 39,90€, die Softbox 50cmx70cm 47,90€. Weitere Softboxen gibt es auch noch wie beispielsweise Striplights. Die Fieberglasstäbe zum einfachen Aufbau kosten günstige und gut investierte 4,99€. Diese sollte man auf jeden Fall mit bestellen.

TIPP: Der Aufbau geht deutlich einfacher, wenn man die Stäbe zuerst im der Stoffhülle einführt und dann unten in den Ring einfädelt. Dort kann man dann dne Ring führen und gleichzeitig den Stoff festhalten, so dass verhindert wird, dass der Ring durch das Loch rutscht.

 

Akzent Tube & 4-Flügeltor inkl. Folien und Wabe
Es gibt noch weitere interessante Lichtformer, die ich benutze, wie die Akzent Tube und das 4-Flügeltor:

Der Akzent Tube wird am Flash2Softbox-Adapter angebracht um den Lichtkegel zu verengen und um eine punktuelle Beleuchtung zu erreichen. Es lässt sich eine Wabe aufstecken, um das Licht noch mehr auszurichten. Befestigt wird der Vorsatz mit vier Schrauben, die sich auf dem Ring des Flash2Softbox-Adapters verklemmen. Einfach und effektiv. Der Spotlichtvorsatz kostet 45,01€.

Das Flügeltor wird mit verschiedenen Farb-Filtern und Wabe geliefert, die sich vor das Flügeltor stecken lassen. Die Befestigung ist analog zum Spotlichtvorsatz mit Schrauben gelöst. Die beweglichen vier Klappen des Flügeltors ermöglichen eine flexible, auch asymmetrische Lichtführung. Mit deren Hilfe ist es leicht möglich, zu verhindern, dass Licht beispielsweise in Richtung Objektiv fällt. Das Flügeltor mit Filtern und Wabe kostet 39,90€

 

Zusammenfassung
Meiner Meinung nach gibt es kaum ein flexibleres System wie das Flash2Softbox System am Markt. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Zubehör ist vielfältig und die Qualität für den Preis durchaus erstaunlich. Natürlich bekommt man keine Hensel- oder Profotoqualität, aber es geht ja eher darum, mit Kompaktblitzen gute Fotos zu machen und das zu einem akzeptablen Preis und einem geringen Gewicht, damit man die ganzen Sachen auch einfach mitnehmen kann. Genau diese Kriterien erfüllt das System und sind auch meine Kriterien für den Einsatz. Deshalb möchte ich es nicht mehr missen und ich benutze es gerne. Am meisten ist mir der Beauty Dish ans Herz gewachsen und die kleine 40x40cm Softbox. Wer also ein transportables System sucht, sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf Flash2Softbox werfen. Es lohnt sich.  Wenn jetzt noch demnächst ein verstellbarer Adapter auf den Markt kommt, dann wird das System noch flexibler. Darauf freue ich mich schon.
       

Noch ein kleiner Tipp zum F2S-Adapter zum Abschluss:
Um bei großen Blitzen wie dem SB-900 von Nikon den Blitzkopf beim Einführen in den Ring gegen Kratzer zu schonen, habe ich mir bei eBay 2mm dünnes, selbstklebendes Moosgummi bestellt und den inneren Teil des Rings damit ausgekleidet. Damit ist der Innenring weich gepolstert und es kann nichts mehr passieren. Das Moosgummi kostet ein paar Euro als Matte und lässt sich einfach verarbeiten – die Modifikation dauert keine 10 Minuten selbst bei zwei linken Händen.  Es gibt zwar keine scharfen Kanten an dem Ring wie bei anderen Lösungen, aber so habe ich einfach ein gutes Gefühl.

So, ich hoffe ich konnte Euch einen möglichst umfangreichen Überblick über das Flash2Softbox System geben. Wenn Ihr Kommentare, Anregungen und Fragen habt, nutzt  einfach die Kommetarfunktion des Blogs.

 

 

Das Flash2Softbox-System – ein Erfahrungsbericht (Teil 1)

4. Oktober 2009 Elmar 4 Kommentare

Seit meinem letzten Beitrag mit dem Appetizer hat es  etwas länger gedauert bis zu diesem Artikel. Der Grund war, dass ich Euch einen eigenen Erfahrungsbericht des Flash2Softbox-Systems liefern wollte. Und wie es mit Erfahrungen ist, muss man diese erst sammeln. Auf Grund der Länge des Erfahrungsberichtes werde ich muss ich diesen in zwei Teile aufteilen. Hier ist nun der erste Teil, der zweite Teil wird dann in Kürze auf meinem Blog folgen:

Ich habe lange im Internet gestöbert um meine Systemblitze flexibler einsetzen zu können und schlussendlich bin ich fündig geworden. Vor einiger Zeit habe ich Flash2Softbox-Produkte bei der Sambesi Group bestellt, die ich Euch heute einmal näher vorstellen und mit einem Erfahrungsbericht koppeln möchte. Hierbei soll es weniger um Beispielbilder gehen, die mit dem System gemacht wurden – davon gibt es genügend im Netz. Sondern es soll vielmehr um die Nutzbarkeit, die Handhabbarkeit und auch die Verarbeitungsqualität gehen.

Das Adaptersystem flash2softbox dient dazu, Systemblitze mit verschiedenen Lichtformern (Beauty Dish, Softboxen, Flügeltor, Snoot) zu verbinden und so eine mobile Blitzanlage zu realisieren. Entfesselt blitzen ist das Zauberwort und das mit Systemblitzen der Kamerahersteller. Wer schon mal im Studio fotografiert hat kennt im Prinzip das entfesselte Blitzen, denn dort sind die Blitze auch frei positionierbar und Lichtformer dienen zur Steuerung der Lichtcharakteristik. Und genau das ist auch mit den Aufsteckblitzen der Kamerahersteller in Zusammenspiel mit Flash2Softbox möglich. Einzellösungen gibt es einige, aber mir ist kein anderes so flexibles und wandelbares System wie Flash2Softbox bekannt.  

Ursprünglich aus dem Projekt "Low Budget Shooting" von Cyrill Harnischmacher entstanden ist das Flash2Softbox-Adaptersystem inzwischen in der zweiten Version zu haben und den Kinderschuhen entwachsen. Mit dem Begriff "Low Budget Shooting" wird man dem System aber inzwischen nicht gerecht, denn die Möglichkeiten sind vielfältig durch das große Portfolio an Lichtformern und Zubehör.

Der Aufsteckblitz als Lichtquelle lässt sich sehr universell einsetzen, ist extrem transportabel und bei fast jedem Fotografen vorhanden. Will man diesen hauptsächlich manuell nutzen, sind diese auch noch sehr günstig zu bekommen. Jedoch ist die Lichtform durch die kompakte Bauform stark begrenzt und die Bilder werden meistens "plattgeblitzt".

Aufsteckblitze sind aber auch bei Profis inzwischen kein Tabu mehr und diese nutzen Systemblitze entweder als alleinige Lichtquelle oder zur Erweiterung eines Portys um weitere Akzentlichter. Der Vorteil auch für Profis ist einfach das geringe Gewicht. Flash2Softbox-Adapter, Softboxen, Tubus, 4-Flügeltür, Farbfolien, Waben wiegen zusammen nur wenige Kilogramm, also deutlich weniger als eine Portyausrüstung. Beispielbilder mit der 40cmx40cm Softbox an dem Flash2Softbox-Adapter kann man beispielsweise im Blog von Krolop und Gerst einsehen.

Flash2Softbox Adapter
Der Flash2Softbox Adapter ist das zentrale Teil des Systems und wurde in einer schicken Metallbox geliefert.

 

Das Auspacken der Metallbox ist spannend, denn im Inneren befinden sich einige Metallteile (Anschlussring, Zwischenstück und Grundplatte), verschiedene Schrauben, ein Blitzschuh, eine Unterlegscheibe aus Gummi und ein Inbusschlüssel.

 

Die Montageanleitung zeigt den Zusammenbau, aber wo welche Schraube (es sind unterschiedliche Schrauben) zum Einsatz kommt, wird nicht gezeigt. Der Zusammenbau des Adapters ist aber dennoch kein Problem und mit wenigen Handgriffen erledigt. Es wird dazu nur der beigelegte Inbusschlüssel benötigt und ein Kreuzschraubendreher. Leider passt der Adapter so zusammengebaut nicht mehr in die schicke Verpackung. Um den Adapter wieder in der Box aufzubewahren, muss der Adapterring demontiert werden, was aber mittels einer Schraube recht einfach ist. Der Adapter selber macht einen stabilen und sehr wertigen Eindruck, da er aus massivem Metall besteht, und ist sehr sauber verarbeitet.

Je nach Zwischenstück ist er für alle gängigen Blitze geeignet. Die Länge der Zwischenstücke reichen von 30mm bis 135 mm und sind bei der Bestellung mit anzugeben. Der Nikon SB-800 benötigt das 75mm Zwischenstück, der Nikon SB-900 das 90mm Zwischenstück. Vorteil des modularen Aufbaus: Bei einem neuen Blitz muss nicht der komplette Adapter neu gekauft werden, sondern ein neues Zwischenstück reicht vollkommen um den Adapter für den neuen Blitz umzurüsten. Besser wäre aber ein verstellbares Mittelteil, dass dann universell nutzbar wäre. So etwas ist aber wohl angedacht und in Vorbereitung. Salbeis hört also auf den Nutzer und nimmt Anregungen für Produktoptimierungen auf. Der Preis für den kompletten Adapter liegt bei fairen 39,95€. Das Mittelstück beginnt bei 6,95€ und wird mit zunehmender Länge teurer.

Beauty Dish
Der Beauty Dish an sich erzeugt ein rundes, natürliches Augenlicht und schließt die Lücke in der Härte des Lichtes zwischen der Softbox und einem Standardreflektor. Er ist daher besonders gut für die Personenfotografie geeignet und damit mein Lieblingslichtformer. Sambesi bietet zwei verschiedene Größe an Beauty Dish Versionen an: Einen mit 30cm und einem mit 40cm Durchmesser. Der universellere ist nach meiner Meinung der 40cm Beauty Dish und so habe ich diesen auch geordert. Der Metallgrundkörper ist so angepasst, dass er eine große Wabe aufnehmen kann, die separat zu beziehen ist. Die Wabe macht ein gerichtetes Licht möglich und erweitert den Einsatzbereich. Die Montage wird durch einfaches einklemmen in den Rand des Beauty Dish erledigt.

Der gelieferte Beauty Dish in leichter Aluminium-Bauweise ist robust, aber in der Preisregion natürlich nicht mit Beauty Dishs von Hensel und Co vergleichbar. Nichtsdestotrotz macht er einen guten Eindruck und die Ergebnisse sind auch überzeugend. Er ist in ähnlicher Form auch bei anderen Firmen im Einsatz (z. B. Walimex), wurde aber für den Flash2Softbox-Adapter modifiziert.  

Der Beauty Dish wird direkt auf das Adapterstück aufgeschraubt und der große Ring muss dazu entfernt werden. Schöner wäre, wenn der Dish ebenfalls auf den Ring montiert werden könnte. Das ist aber leider nicht möglich. Wer nicht ständig umbauen möchte, sollte also für den Beauty Dish einen eigenen Flash2Softbox-Adapter bestellen, der dann ständig am Beauty Dish bleiben kann.Alternativ kann auch der kleine 30cm Beauty Dish genommen werden, der sich wie die anderen Sachen auch am Ring des Flash2Softbox Adapters befestigen lässt. Damit bleibt der Adapter flexibel einsetzbar.
 
Der Beautydish in 40cm kostet 69,90€, die passende Wabe 29,90€ (bzw. im Set 22,90€).

Das soll es zunächst gewesen sein mit dem ersten Teil des Erfahrungsberichtes. Mehr zu dem Flash2Softbox-System gibt es dann in Kürze. Hierbei wird es dann um die Softboxen, die Akzent Tube und das Flügeltor für das Flash2Softbox-System gehen. Zudem gibt es noch einen einfachen Tuning-Tipp für den Adapter.

Mich würde nun Eure Meinung zu dem System interessieren. Habt Ihr schon Erfahrungen oder überlegt Ihr Euch, das System zu kaufen? Nutzt einfach dazu die Kommentarfunktion. Ich bin auf Eure Meinungen zu meinem Erfahrungsbericht bzw. auch Eure Erfahrungen mit dem System gespannt …

 

Appetizer

28. August 2009 Elmar 3 Kommentare

Heute nur ein kurzer Post in Form eines Appetizers:

Heute ist ein Paket geliefert worden:

 

Mixt man den Inhalt mit dem hier

dann ergibt das einen der nächsten Artikel. Seid gespannt oder schreibt mir, was ihr wissen wollt.

 

Linktipp: Systemblitze und Nikon CLS

24. August 2009 Elmar Keine Kommentare

Aus akuellem Anlass (Ich habe mir einen Nikon SB-900 Systemblitz gekauft) möchte ich heute auf eine sehr interessante Reihe aus dem Blog von Krolop & Gerst verweisen, die sich intensiv mit Systemblitzen und speziell mit dem Nikon CLS-System beschäftigt. Andreas Jorns, der Autor dort, geht über die Basics hin zu einzelnen Funktionen und dokumentiert alles mit Beispielbildern. Eine wirklich tolle Zusammenfassung und zeigt, was mit Systemblitzen so alles möglich ist.

Hier sind die Links zu den einzelnen Beiträgen:

Mister CLS – Andreas Jorns
NIKON CLS PART I – GRANDMASTER FLASH DELUXE
NIKON CLS PART II – DIE BASICS
NIKON CLS PART III – DIE LEITZAHL
NIKON CLS PART IV – AWL – MUTTER DER KREATIVITÄT
VIDEO-TUTORIAL: NIKON CLS Beispiel
NIKON CLS PART VI – FP-HighspeedSync
NIKON CLS PART VII – Tipps&Tricks (”Unbekannte” Features beim CLS)

Die Grundaussagen lassen sich natürlich auch für andere Kamerasysteme wie Canon, Sony usw. übertragen. Auch für Nutzer dieser Systeme sind die Beiträge durchaus sinnvoll.

Hier noch ein Tipp: Der Nikon Aufsteckblitz SB-900 ist zur Zeit direkt bei AMAZON für knapp 397 Euro im Angebot. Der Listenpreis ist 509 Euro und es ist damit eine Ersparnis von 22%. Es handelt sich dabei um deutsche Ware mit Europa-Garantiekarte.

Jetzt viel Spass beim Einlesen in die Welt der Systemblitze …